Liebe Leser und Leserinnen des Lichtenfelser Lutherboten!

 

ich weiß nicht, wie es Ihnen zur  Zeit geht. Es ist Frühling, doch die wirkliche Früh-lingsstimmung mag nicht so recht aufkom-men. Mir tut es in dieser Zeit besonders gut, zu wissen und zu erleben, dass ich nicht alleine unterwegs im Leben bin. Gott hat uns eine wunderbare Schöpfung gegeben, die wir nur anschauen müssen, statt auf Bildschirm zu starren. Er hat uns einander zur Seite gestellt in der Gemeinde, in der Stadt, im Land, in der Welt. Ich muss dazu nicht verreisen, um das alles zu erleben und wahrzunehmen. Für mich ist es eine große Freude, erleben zu dürfen, wie junge Menschen zwischen 13 und 15 Jahren ihrem Weg treu bleiben und trotz aller Einschrän-kungen konfirmieren wollen. Es ist zur Zeit nicht leicht, hinter die steinernen Gemäuer der Kirche zu blicken, und es ist nicht leicht, sich mit Glaubensvorstellungen und Traditionen auseinander zu setzen. Doch sie gehen ihren Weg! Bekräftigen ihren Glauben und ihren Willen, Teil der Gemeinde bleiben zu wollen. Ich darf das hautnah erleben und spüre den Geist, der nach Ostern Tröster und Friedensstifter sein will. Der Geist des einen Herrn, der unser Licht in der Dunkelheit des Alltags sein kann. Machen wir die Augen auf, er-leben Sie auch in diesem Lutherboten Ihre evangelische Kirchengemeinde.

 

Im Namen der Redaktion grüßt Ihre

Pfarrerin Anne Salzbrenner

 

 

 

Evangelische Erwachsenenbildung

stellt sich neu auf

 

Große Veränderungen stehen bei der Evangelischen Erwachsenenbildung in unserem Raum an. Nach jahrelangen Beratungen und Verhandlungen wer-den mit der Ruhestandsversetzung des pädagogischen Leiters Joachim Wegner die selbständigen Vereine Evangelisches Bildungswerk Kronach-Ludwigsstadt und Michelau, Evangelisches Bildungswerk Coburg und Evangelische Erwachsenenbildung Bamberg voraussichtlich zur Mitte des Jahres zur Evangelischen Erwachsenenbildung Oberfranken West fusionieren. Die zentrale Geschäftsstelle des neuen Vereins wird im evangelischen Gemeindehaus in Bad Staffelstein in der Balthasar-Neumann-Straße zu finden sein. Die bisherigen Einzugsbereiche werden durch Bildungsstandorte in Bamberg, Coburg und Bad Staffelstein vertreten. Für die ländlichen Regionen soll in Zukunft ein eigener Bildungsreferent zuständig sein.

 

 

 

Wussten sie schon …?

 

….das Gemeindefest wird stattfinden am 27. Juni!!! WIE ???….Bitte entnehmen Sie die in dieser Zeit angemessene und damit spontane Festplanung der Presse und der Ankündigung im Schaukasten.

 

… die PCB-belasteten Fenster im Pfarrhaus werden bald aus- und neue eingebaut.

 

 … leider sind im Februar die Heizkörper aufgefroren. Obwohl die Heizungen an waren, ist das Heizöl versulzt. Irgendwie reißt das Pech beim Pfarrhaussanieren nicht ab.

 

…. unsere neue Pfarramtssekretärin Frau Simone Gack ist schon ein Jahr im Dienst. Wir vergessen unsere Frau Maschik nicht und auch nicht jene, die die Zwischenzeit überbrückt haben, aber wir sind alle sehr dankbar und froh, dass Frau Gack ihren Dienst mit so viel Einsatz und vollem Herzen versieht.

DANKE SIMONE!!!

Joachim Wegner verabschiedet sich vom Evangelischen Bildungswerk

 

Nach 33 Jahren als Geschäftsführer und päda-gogischer Leiter des Evangelischen Bildungswerks Kronach-Ludwigsstadt und Michelau e.V. (EBW) tritt Joachim Wegner zum 1. Juni dieses Jahr in den Ruhestand. Zu seinem Abschied blickt er zurück auf drei Jahrzehnte Erwachsenenbildung:

 

Ich habe meinen Dienst am 1. Mai 1988 angetreten. In dieser langen Zeit hat sich viel in Kirche und Gesellschaft verändert. Ich begann meinen Dienst in Michelau in einer Zeit, als sich die DDR in Auflösung befand. Bis dahin fuhren täglich Interzonenzüge über Lichtenfels nach Berlin. Im Grenzbahnhof Ludwigsstadt wurden die Reisenden von der Bahnhofsmission mit warmem Tee und Snacks versorgt. Wer erinnert sich nicht an die endlos langen Schlangen von Trabis, die unsere Region nach der Grenzöffnung aufsuchten. Menschentrauben bevölkerten regelmäßig auch das Myconiushaus für einen Kaffee und ein Stück Kuchen oder um sich einfach nur aufzuwärmen – Bilder, die man nie vergisst. Da sich das Büro des Bildungswerks in dieser Zeit am Bahnhof im Lichtenfels befand, halfen wir bei der Bewältigung der vielen Aufgaben. Aus kleinen Anfängen hieß es dann, Evangelische Erwachsenenbildung als unterstützende Servicekraft in den damals noch drei Dekanaten aufzubauen. 40 kleine und größere Kirchengemeinden von Zapfendorf bis zum Rennsteig galt es zu beraten und zu begleiten. Und so habe ich im Lauf der Jahre zu etlichen Gemeinden ein sehr vertrauensvolles Verhältnis aufbauen können. Da ich stets nur mit einer halben Stelle ausgestattet war, haben sich Aktionen und Veranstaltungen in den Städten Lichtenfels, Kronach und Ludwigsstadt als Schwerpunkt meiner Arbeit herauskristallisiert.

Einen besonderen Fokus habe ich zusammen mit meiner Frau Martina, die mich mehr als 20 Jahre im EBW als Studienleiterin und Verwaltungskraft unterstützt hat, auf die Familienarbeit gelegt. Legendär sind unsere Familienseminare, die wir zunächst in Eigenregie und in den letzten Jahren mit Christine und Reiner Babucke und mit Unterstützung der Kirchengemeinde Lichtenfels anbieten konnten. Mehr als 35 Wochenenden sind im Lauf der Jahre zusammengekommen. Gerne denke ich auch an die zahlreichen Vater-Kind-Wochenenden, die zunächst im Wald stattfanden und jetzt im Seminarhaus in Nedensdorf am Main abgehalten werden. So sind im Laufe von drei Jahrzehnten viele Veranstaltungen der Evangelischen Erwachsenenbildung realisiert worden. Angefangen vom Bibelzug, der einst im Bahnhof Lichtenfels Station gemacht hat, über zahlreiche Ausstellungen und Vorträge bis hin zur Unterstützung der Eltern-Kind-Gruppen. Es würde den Rahmen dieses Rückblicks sprengen, sie allesamt aufzuzählen. Möglich wurden die vielfältigen Angebote durch die fruchtbare Zusammenarbeit mit den Menschen in kirchlichen und nichtkirchlichen Einrichtungen und nicht zuletzt durch die Unterstützung durch den Vorstand des EBW. Hier ist zu allererst Pfarrerin Anne Salzbrenner zu nennen, die den eingetragenen Verein seit 20 Jahren beratend leitet und viele Anregungen in die Arbeit des EBW eingebracht hat.

Wenn ich mich jetzt in den Ruhestand verabschiede, soll das nicht bedeuten, dass ich mich gänzlich zurückziehe. Aber ich freue mich auf etwas mehr Gelassenheit für die schönen Dinge des Lebens, wie beispielsweise meine Enkeltochter. Es war eine gute Zeit und der Abschied fällt mir wirklich nicht leicht, denn ich hatte das Glück, mit vielen interessanten Menschen zusammen arbeiten zu dürfen. Ich habe hier viel gelernt, erlebt und erfahren. Des-halb ein ganz herzlicher Dank an alle für die angenehme Zusammenarbeit.

Einladen möchte ich alle zu einem Andachtsgottesdienst zu meiner offiziellen Verabschiedung in der Martin-Luther-Kirche in Lichtenfels, und zwar am Freitag, 18. Juni um 19 Uhr mit anschließendem gemütlichem Beisammensein, sofern es Corona erlaubt.

Gott befohlen

Ihr Joachim Wegner