Hauptsache gesund!

„… ich wünsche, dass es dir in allen Dingen gut gehe und du gesund seist, so wie es deiner Seele gut gehe.“ 3. Joh. 2

 

„Hauptsache gesund!“ Wie wichtig ist doch dieser Wunsch und jetzt nachdem die meisten Corona-Beschränkungen aufgehoben sind, merken wir, wie aktuell dieser Ausruf ist. „Hauptsache gesund!“ galt aber auch schon zur Zeit Jesu. Die Sehnsucht, von den schlimmsten Gebrechen geheilt zu werden, zieht sich durch die Erzählungen von Jesus. Die Menschen liefen ihm nach, um gesund zu werden, sie brachten Kranke

zu ihm, baten ihn um Heilung und Jesus heilte die Menschen.

 

Jesus ging es aber um mehr. Es ging ihm um den ganzen Menschen. Er wollte nicht nur, dass es ihnen körperlich gut geht, sondern auch ganz tief innen drin. Da wo wir unsere Sorgen und Probleme herumtragen, da wo die seelischen Belastungen sitzen, all die schwarzen Gedanken, denen wir oft nicht ausweichen können: Auch da wollte er die Menschen gesundmachen, heilen.

 

„Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben“, sagt er zu einem Menschen, der gelähmt war (Mt.9,2). – Jesus wusste, dass beides zusammengehört: Gesundheit und das innere Wohlbefi nden. Und das ist mehr als Wellness. Jesus will, dass wir Menschen frei werden. Frei von Schuld, frei von allem, was wir anderen angetan haben was wir ungewollt oder gewollt verschuldet haben, was uns belastet.

 

 

 

 Christen wollen also als Nachfolger Jesu andere freimachen und auch selber frei werden.

 

Nicht umsonst befi ndet sich in Krankenhäusern meist eine Kapelle, nicht umsonst brauchen Kranke auch die freundliche Zuwendung von guten Menschen. Jeder Arzt weiß, wie wichtig Besuche für die Genesung sind.

 

„Endlich frei“ denken auch wir nach überstandenem Lockdown oder gar Corona-Isolation. Im Moment geht Corona zurück, der Frühling ist da und wir Menschen sind froh, wieder etwas gemeinsam zu unternehmen. Wir merken aber, dass es durch die Beschränkungen viel Einsamkeit und Distanzierungen gab. Viele Menschen haben es verlernt, aufeinander zuzugehen, noch immer ist der Nächste ein potentieller Krankheitsüberträger. Irgendjemand muss doch auf diese Leute zugehen. Warum nicht wir? Nützen wir also die neue Freiheit, wieder auf Menschen neu zuzugehen, um ihnen und ihrer Seele etwas Gutes zu tun. Lächeln, ein freundliches Wort, vielleicht ergibt sich auch ein intensives Gespräch über Gott und die Welt - all das ist wieder leichter und tut uns allen gut.

Ihr

Reiner Babucke